Durch das schwedische Glasreich bis nach Öland
Nach ein paar richtig entspannten Tagen in Småland ging’s für uns weiter Richtung Öland. Schon die Fahrt dorthin war wieder ein kleines Abenteuer. Kilometerlang lotste uns das Navi über einsame Straßen durch dichte Wälder und winzige Dörfer. Teilweise fühlten sich die Wege eher wie Schotterpisten irgendwo in Lappland an als wie normale Landstraßen in Südschweden.

Besonders hängen geblieben ist uns eine ziemlich schräge Baustelle unterwegs. Plötzlich stand da ein „Lotse“ mit roter Fahne am Straßenrand und bedeutete uns ziemlich deutlich: Stopp, bitte warten! Also blieben wir stehen. Und warteten.

Und warteten noch ein bisschen länger. Das Kuriose daran: Es passierte einfach gar nichts. Keine Baustelle zu sehen, kein Gegenverkehr, keine Arbeiter — nur Wald und absolute Ruhe. Irgendwann wurde das Ganze echt etwas seltsam.
Nach einer Weile kamen dann tatsächlich zwei LKW vorbei und kippten Schotter ab. Kurz danach tauchte auch endlich das Lotsenfahrzeug auf — ein bisschen wie ein „Follow Me“-Auto am Flughafen oder das Safety Car in der Formel 1. Also reihten wir uns dahinter ein und tuckerten zwei bis drei Kilometer durch die Baustelle.
Wirklich nötig war das Ganze zwar nicht, denn es gab sowieso keine Abzweigungen oder Ausweichmöglichkeiten — aber irgendwie hat genau diese leicht absurde Situation perfekt zu unserer Schwedenreise gepasst.

Danach ging’s weiter durchs berühmte schwedische Glasreich, das „Glasriket“. Die Gegend ist bekannt für ihre traditionellen Glasbläsereien und die beeindruckenden Glasarbeiten. Klar, dass wir dort kurz bei einer Glasmanufaktur mit öffentlicher Vorführung angehalten haben. Schon spannend zu sehen, wie aus glühender Masse mit unglaublich viel Ruhe und Präzision echte Kunstwerke entstehen. Gekauft haben wir am Ende aber nichts — die schönen Glasobjekte lagen dann doch eher in der etwas teureren Kategorie.




Nach einem letzten Einkauf im Supermarkt kamen wir schließlich auf Öland an.


Und dort hatten wir richtig Glück: Wir haben einen traumhaften Stellplatz direkt am Strand erwischt. Viel näher am Wasser hätten wir kaum stehen können. Jetzt freuen wir uns auf entspannte Stunden am Meer und hoffentlich jede Menge spektakuläre Sonnenuntergänge direkt vor unserer Nase.

Und zum Abend sind heute jede Menge Bilder für einen neuen Kalender entstanden.



