Reisetagebuch

Tag 16 – Båstad

Erkunden des schönen Städtchens Båstad

Zum Frühstück gab es heute tatsächlich mal frische Brötchen vom Bäcker, ein besonderer Service des Platzbetreibers. Die Bestellung erfolgt am Vortag und am Morgen ab 8:30 Uhr können die ausgewählten Brötchen an der Rezeption abgeholt werden.

Nach dem Frühstück haben wir uns langsam auf unseren geplanten Tagesausflug mit den Fahrrädern vorbereitet.

Die Frage: „Was ziehe ich an?“ beschäftige an diesem morgen mal nicht nur die Co-Pilotin, auch der Reiseleiter war sich heute mal nicht so schnell, wie üblicher Weise, darüber im Klaren.

Wir hatten ja schon berichtet, dass die Schweden sehr schnell ihre Klamotten vom Leib reißen und in sommerlich kurzer Bekleidung rumlaufen, wenn wir noch das Sweatshirt tragen.

Für heute war wieder Sonnenschein mit leichten Schäfchenwolken und 22 Grad vorhergesagt, das klingt ja sofort nach kurzer Hose und T-Shirt, aber der Wind!! Der ständige Wind hier direkt an der Küste ist nicht zu unterschätzen.

Also entschieden wir uns doch für lange Hose und das Sweatshirt war ebenfalls dabei, sämtliche Schweden die wir unterwegs trafen waren übrigens kurzhosig auf Achse.

Eins ist an dieser Stelle noch zu erwähnen, in Schweden ist das Radwegenetz vorbildlich! Überall wo wir bisher waren, gab es hervorragend ausgebaute Radwege und man kam überall hin ohne sich mit den Autos die Fahrbahn zu teilen. Super!

Je näher wir an das Zentrum von Båstad kamen, je größer und eleganter wurden die „Ferienhäuser“, man könnte auch Villen sagen.

Wir sind hier offensichtlich in einem schon fast mondänen Küstenstädtchen gelandet. Im Hafen angekommen, wurde dies durch die hier liegenden Boote bestätigt.

Anschließend ging es erstmal zu dem vom weiten sichtbaren Kallbadhuset, eine Art Seebrücke, Zutritt jedoch nur für Gäste des Spa- und Wellnesshotel Skagen.

Wie vom Tourismusverband beworben ist Båstad das schwedische Tennis-Mekka. Direkt angrenzend an das beste Hotel der Stadt liegt ein großes Tennisstadion. Hier wird jährlich ein ATP-Tennisturnier ausgetragen und vor Ort wird Schwedens Tennisnachwuchs in einem Tennisgymnasium trainiert und ausgebildet. Der nächste Björn Borg oder Stefan Edberg könnte also aus Båstad kommen. Das erklärt natürlich schnell die besondere Atmosphäre der Stadt, ein Hauch von Sylt weht hier durch.

Das Bild der Stadt wir zudem geprägt von süßen, toll restaurierten kleinen Häusern und jeder Menge gastronomischen Angebote, sogar schwedische Speisen werden hier angepriesen.

Zum Mittagessen haben wir uns am Hafen in einem modernen Bistro niedergelassen. Es gab mal wieder Köttbullar, das steht hier eigentlich auf fast jeder schwedischen Speisekarte und nicht nur bei Ikea.

Auf dem nachmittäglichen Rückweg lag zufällig noch eine einladenden Bageri auf der Strecke, so dass rein zufällig eine Prinsessantårta to go im Fahrradkorb gelandet ist.

Morgen verlassen wir Båstad und fahren weiter Richtung Süden und kommen somit unserem Abschied aus Schweden immer näher. Das hat zur Folge, dass wir uns langsam mit der Rückkehr nach Deutschland beschäftigen müssen.

Klar ist schon seit langem, dass wir auf jeden Fall die imposante Öresundbrücke überfahren wollen, anschließend gehts über Dänemark mit der sogenannten „Vogelfluglinie“ per Fähre nach Fehmarn. Sowohl die Überfahrt der Brücke als auch die Fähre zurück nach Deutschland macht einen Ticketkauf erforderlich.

Mit diesem Thema beschäftigt sich der Reiseleiter seit einigen Tagen ausführlich, er recherchiert und informiert sich online. Angeboten wird ein Kombiticket, dass zusammen natürlich preisgünstiger ist, wie wenn man beides getrennt bucht. Soweit so gut. „Also buchen wir das doch, dann müssen wir uns vor Ort nicht mehr am Ticketschalter anstellen und können schnell einchecken.“

Das Problem ist nur, wenn wir ein Onlineticket buchen, wie sollen wir das ausdrucken? Wir sind ja technisch ganz gut ausgestattet, aber an einen Drucker haben wir natürlich nicht gedacht. Wer nimmt auch schon einen Drucker mit in den Urlaub?

„Alles kein Grund zur Panik!“ die clevere Co-Pilotin hat auch für die schwierigsten Hindernisse auf dem Weg immer eine Lösung parat. „Fragen wir doch einfach die nette Dame von der Rezeption, ob wir ein Onlineticket nicht einfach dort ausdrucken können?“ Gesagt, getan, sie versteht unseren Versuch ihr auf englisch die Problematik zu erklären sofort. „Klar, gar kein Problem!“

Na also, geht doch!

Wohin es uns morgen verschlägt? Wir werden berichten.