Reisetagebuch

Tag 15 – Båstad

Heute war wieder eine längere Etappe zu überbrücken. Das Wetter für heute war nicht so besonders vorher gesagt, so dass wir uns weiter Richtung Süden vorantasten wollten.

Unterwegs knurrte uns irgendwann der Magen, also runter von der Autobahn und in die nächstgelegen Kleinstadt, ähnlich groß wie unser Zuhause und gucken was es hier an gastronomischen Angeboten gibt.

Kebab, Pizza, Sushi, thailändisch, Burger King oder McDonalds, so ungefähr sah das Angebot zur Mittagszeit aus, darauf hatte der Reiseleiter keine Lust. „Das können wir auch zu Hause essen.“ Hat er ja irgendwie Recht, aber Hunger hatte ich trotzdem. Dann gab es halt nur mal schnell eine Banane.

Gelandet sind wir heute auf einem sehr schönen Campingplatz in Båstad (der kleine Kreis über dem „a“ ist übrigens entscheidend für die Aussprache, so als kleiner Schwedisch-Hinweis nebenbei). Eine kleine Stadt am Beginn einer Landzunge nördlich von Malmö, am Kattegat.

Die Gegend hier unterscheidet sich extrem zu unseren vorherigen Stationen. Die Region in der wir aktuell sind, ist geprägt von flachem Land und kilometerlangen Stränden. Schäreninsel sind hier keine mehr vorhanden.

Nach dem Check-Inn stand das übliche Ausrichten des Wohnmobils an, an dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Wasserwaage noch nie so perfekt „im Wasser“ gelegen hat wie heute, längs und quer gemessen! Perfekt. Das heißt dann auch, dass wir in der Nacht mal nicht das Gefühl haben werden, zur Seite zu kullern.

Selbstverständlich war pünktlich zum Auftritt von Robbie Williams vor dem Eröffnungsspiel zur Fußball-WM in Russland auch unsere TV-Satellitenanlage auf Empfang eingestellt, Prioritäten müssen schließlich gesetzt werden.

Nach dem kurzen Robbie-Intermezzo und bevor der angekündigte Regenschauer kommen sollte, haben wir noch schnell eine Runde mit den Fahrrädern gedreht und sind Richtung Strand gefahren. Ein ca. 900 Meter langer Weg, durch eine Ansiedlung von schwedischen Ferienhäusern führt direkt zum Strand. Hier bleiben wir für die nächsten zwei Nächte.

Warum Onlinebuchungen immer so kompliziert sein müssen?

Der übliche Spaziergang zum Sonnenuntergang entfällt wegen starker Regenschauer. Stattdessen verbringen wir den Abend mit der Planung der nächsten Stationen und Buchung der Überfahrt der Öresundbrücke in Kombination mit der Fähre Dänemark-Fehmarn.

Für morgen ist wieder Sonne vorher gesagt, das wollen wir nutzen und eine ausgiebige Radtour in die Umgebung machen, hoffentlich finden wir dann auch wieder ein leckeres schwedisches Restaurang.

Wir werden berichten.