Reisetagebuch

Tag 13 – Smögen

Heute haben wir das bisherige Highlight unserer Reise durch Schweden erlebt, mal ganz abgesehen von dem Treffen mit der Königsfamilie.

Mit dem Zitaboot nach Smögen

Nach dem Frühstück ging es los, wieder rauf auf die Fahrräder und Richtung Hafen. Im Hafen von Kungshamn starten stündlich die Taxiboote rüber auf die Insel Smögen.

Die gelben Nussschalen sind schon etwas in die Jahre gekommen aber trotzdem gut erhalten, der sympathische „Kapitän“ begrüßt uns an Bord und kassiert die Gebühr in Höhe von 40 SEK pro Passagier für die einfache Fahrt in bar, fast ein Schnäppchen für hiesigen Verhältnisse. Zum Glück habe ich 200 Kronen in bar dabei, bisher kamen wir noch kein einziges Mal dazu Bargeld loszuwerden. In Schweden wird alles per Karte bezahlt, sogar zwei Bällchen Eis.

Wir sind fast die einzigen Passagiere, nur noch ein holländisches Paar ist dabei.

Während der 20 Minuten Fahrt bläst uns der Fahrtwind ganz schön um die Ohren, aber wir sind natürlich gut vorbereitet und haben Sweatshirts dabei. Ein typisch schwedisches Outfit ist im übrigen: kurze Hose und Sweatshirt.

Angekommen auf SMÖGEN, was soll ich sagen? Einfach unfassbar schön! Schon der erste Eindruck ist toll. Wir sind noch recht früh, so dass noch nicht allzu viele Besucher über die Holzstege an der Hafenpromenade laufen. Ein wenig erinnert Smögen an Bergen in Norwegen, nur alles eine Nummer kleiner.

Wir schlendern auf den Holzstegen am Hafenbecken entlang bis zu den berühmten bunten Bootshäusern am Ende.

Smögenbryggen

Wow, genauso so schön wirkt die Kulisse, wie ich sie in so vielen Reiseführer gesehen und davon gelesen habe.

Eigentlich braucht es zur Beschreibung nicht viele Worte, Bilder sagen in diesem Fall alles.

Wanderung über die Felsen

Am Ende des Hafenbeckens führt ein Hinweisschild zu einem „Wanderweg“ über bzw. durch die Felsen. Die „Beschilderung“ des Weges ist für mich noch ausbaufähig. Vielleicht sollten sich die Schweden mal bei den Tirolern erkundigen, die wissen wie man Wege beschildert.

Man muss absolut trittsicher sein, wenn man über die Felsen und Steine den weißen Pfeilen folgen will, festes Schuhwerk ist hier ebenfalls empfehlenswert. Aber die Aussicht, wenn man ganz oben ankommt, lässt alles vergessen.

Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass der Reiseleiter voll in seinem Element ist. Videokamera, Fotokamera und Stativ alles ist im Einsatz. Mir reicht meine Smartphonekamera um das alles für Ewigkeit festzuhalten.

Smörebröd zum Mittagessen

Zurück im Hafen knurrt der Magen, also suchen wir nach einem netten Restaurant, möglichst mit regionalen Produkten, für Kebab und Pizza sind wir nicht hierher gekommen. Wir finden einen sonnigen Tisch in einem schönen schwedischen Restaurant mit Blick auf die Schären. Ok, die Lage und Aussicht muss natürlich auch bezahlt werden.

Wir bestellen die Spezialität des Hauses, Krabben-Smörebröd für schlappe 210 SEK. Sylter Preise kennen die hier in Schweden auch. Aber dazu gibt es eine Flasche Wasser und vorher als Appetizer ein Brotkorb mit gesalzener Butter. Lecker, das lässt schon viel versprechen. Dann kommt das Krabbenbrot!

Das Smörebröd ist ca. 25 cm lang und mindestens mit 400 gr Krabben belegt, einfach nur lecker!

Seelöwe auf kleiner Schäreninsel

Am Nachmittag gehts wieder mit einem Zitaboot zurück nach Kungshamn. Der freundliche Kapitän vom Vormittag begrüßt uns auch jetzt wieder an Bord. Wieder haben wir Glück und sind fast alleine an Bord.

Als wir aus dem Hafen von Smögen rausfahren, wundern wir uns warum der Kapitän einen großen Bogen Richtung Nordsee fährt. Kurz darauf gibt er uns die Erklärung, er zeigt auf eine ganz kleine Schäreninsel, auf der ein kleiner Seelöwe liegt und sich in der Sonne räkelt.

Er gibt mir sein Fernglas und ich kann ihn sehen! Wahnsinn ein echter Seelöwe, einfach so in freier Natur, ein toller Moment.

Abendstimmung

Nach einem tollen Tag mit unvergesslichen Eindrücken machen wir noch, unser fast schon tägliches Ritual, einen Spaziergang zum Sonnenuntergang oder zumindest zur Abendsonne.